2016 - Stall bis Obervellach  (ca. 79 km)

 

Etappe 5 à Stall – Goldberghütte

Nach der doch langen Anreise starten wir erst um 15 Uhr von Stall. Von 840 geht es auf 1.800 Metern hinauf. Zwischendurch sammeln wir beim Gehen einen ganzen Leinensack mit Eier-schwammerln. Nach einem kurzen Gespräch auf der Sagaser Alm mit dem Senner kommen wir eine halbe Stunde später bei der wunderbar gelegenen Goldberghütte an. Sie ist sehr einfach und urig und kommt ohne Dusche aus. Anfangs unterhält uns die 80-jährige Sennerin Pauline, die nach 12 Kindern und vielen Jahren auf der Alm sehr schlagfertig ist. Ihre geistige Fitness beweist sie uns durch das Rezitieren einiger selbst geschriebener Gedichte. Der Bauer Hubert kommt etwas später mit seiner Frau Petra dazu, die mit ihrer künstlerischen Ader der Hütte ihr Ambiente verleiht. So gibt es eine blaue und eine grüne Kammer und auch sonst ist alles sehr stimmig und passend. Nach einem Bier vor der Hütte wartet Pauline schon mit dem Abendessen auf uns. Es gibt Frittatensuppe und Geselchtes mit Püree und Kraut. Dann sitzen wir alle noch ein wenig zusammen. Im Gästebuch finde ich einen tollen Spruch, der es wert ist aufgeschrieben zu werden:  "Die Gams springt hoch, die Gams springt weit, warum auch nicht, sie hat ja Zeit."

 

Etappe 6 à  Goldberghütte – Kleindorf (und Raggaschlucht)

Nach dem Frühstück lichtet sich der in den Bergen hängende Nebel und es wird wieder wunderschön. Nach einem kurzen Anstieg geht es relativ eben dahin. Über die sogenannte "Rollbahn", wo früher das abgebaute Erz mit Pferdewägen abtransportiert wurde, geht es durch Tunnels und über Brücken im schattigen Wald dahin. Wir nehmen den Weg unterhalb der Fraganter Hütte hinab nach Innerfragant. Beim Infopunkt am Wasserfall machen wir eine kleine Pause und folgen dann dem Fragantbach entlang bis nach Außerfragant und  Kleindorf, wo wir unser Quartier erreichen - die schöne Pension Maier. Dann brechen wir noch auf zur Raggaschlucht, die wir nach einer guten halben Stunde erreichen. Sie ist echt toll und die 6 Euro Eintritt wirklich wert. Es geht die enge Schlucht über Treppen und Holzgeländer ca. 200 Höhenmeter hinauf und man erkennt die Kraft des tosenden Wassers an den abgeschliffenen Felsen.  

 

Etappe 7  à    Kleindorf - Mallnitz

Bei strahlendem Sonnenschein verlassen wir kurz nach 9 Uhr Kleindorf. Nach Flattach geht es relativ lange steil bergauf. Dann folgen wir der nicht mehr so steilen Schotterstraße und erreichen nach unserem Ausgangspunkt bei 700 Metern den höchsten Punkt bei den Stanerhäusern mit 1520 hm. Beim gut besuchten Himmelbauer verweilen wir kurz bei Most, Kaffee und Kuchen und gehen hinunter bis Rabisch. Wir folgen dann der AAT-Umleitung und erreichen nach einer weiteren Stunde Mallnitz, wo wir in der Hotel-Pension Edlinger ein Appartment reserviert haben. Nachdem wir heute noch nicht genug gelaufen sind, brechen wir noch zu einer 2 ½-stündigen Wanderung Richtung Talschluss auf, vorbei an der Ankogelbahn bis zum Stappacher See und wieder retour.

 

Etappe 8  à    Mallnitz - Obervellach

Bei traumhaftem Wetter - es ist heiß, sonnig und wolkenlos – starten wir zur heutigen Kurztour, die uns zuerst von Mallnitz hinunter durch die Rabisch-Schlucht führt. Etwas später gehen wir die Groppensteiner-Schlucht im Gegensatz zu allen anderen Leuten von oben nach unten. Sie ist wunderschön mit den vielen Wasserfällen, den kleinen Becken und den gut ausgebauten Holzstegen, die an den Felswänden entlang laufen. Immer wieder Fotostopp bis zum Eingang in die Schlucht (Eintritt 6 Euro).  Wir gehen noch bis zu einem Gasthaus in Obervellach, wo wir im nächsten Jahr die Tour fortsetzen wollen.